Abstraktion in der Fotografie

In der vertrauten Umgebung sieht man meist am wenigsten. Vieles in der eigenen Wohnung wird vom Auge nur noch flüchtig wahrgenommen. Dabei bietet eine Wohnung zahlreiche Motive für abstrakte Fotografie.Fotosafari in der eigenen Wohnung: Abstraktion

Abstraktion in der Fotografie

Flächen, Linien, Schatten, Punkte, Licht und Farbe bestimmen die Architektur der Räume.

Durch das Weglassen von Zwischenräumen und die Gestaltung von Ausschnitten verändert sich die Wahrnehmung. Die Abstraktion lädt den Betrachter ein, das Motiv mit den eigenen Augen zu entdecken. Das Angedeutete weckt Vorstellungen, die Bilder “dahinter” regen zum Nachdenken an.

Wichtig ist nicht, in welcher Form der Gegenstand oder die Szenerie eingefangen wird, sondern vielmehr die Frage, worum es sich bei dem Motiv handelt. Das Weglassen konkreter Details, die vereinfachte Bildsprache und die Reduktion auf die Form erschwert die Erkennbarkeit des Motivs. So entsteht ein Bildrätsel.

Gestaltungsmöglichkeiten

Die nicht-gegenständlichen Aufnahmen haben ihre ganz eigene Ästhetik, die durch das Spiel mit Formen, Licht, Strukturen oder Kontrasten gestaltet werden kann.

Fotosafari in der eigenen Wohnung: Abstraktion

Um ein Motiv zu abstrahieren bieten sich Ihnen verschiedene Möglichkeiten und Herangehensweisen an:

  • durch Nähe, z.B. die Wahl des Bildausschnitts
  • durch Unschärfe
  • durch ungewohnte Perspektiven
  • durch Bewegungsunschärfe

Den Blick für das Ungewohnte schärfen

Natürlich gibt es noch weitere Möglichkeiten der Abstraktion in der Fotografie. Hier ist auch die Fantasie des Fotografen gefragt. Wichtig ist aber dabei, erst einmal den Blick für die vielen kleinen Details, die Ästehtik für Gegenstände und die Schönheit der Natur zu schärfen.

Abstrakte Fotografie ist immer die eigene, ganz persönliche Sicht der Dinge. Abstrakt wird ein Foto dann, wenn sich der Betrachter nicht auf seine gewohnte Sehweise verlassen kann. Erst bei genauem Hinsehen erschließt sich ihm das, was auf einem abstrakten Foto zu sehen ist. Und manchmal muss man sehr genau hinschauen.

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