Butoh: Bewegender Tanz

Nach dem Besuch der Ausstellung „Apres – eine Verwandlung“, die eine umfassende Retrospektive auf das Gesamtwerk des Münchner Tänzers und Choreografen Stefan Maria Marb zeigte, konnte ich nun auch endlich die Performance des Künstlers anschauen.

Butoh-Tanz: Stefan Maria Marb

Marb setzt sich bereits seit 30 Jahren mit der radikalen, aus Japan stammenden Körperkunst des Butoh auseinander. „Butoh befreit vom Gestern und leitet in das Hier und Jetzt. Es ist die Stunde des Tanzes in seiner reinsten Form. Ein Tanz jenseits von Wertung und Ästhetik, ein Tanz des Seins, wo in jedem Augenblick gestorben und wiedergeboren wird“.

Butoh-Tanz: Stefan Maria Marb

Marb zeigte seine Performance bereits bei der Brucker Kulturnacht. Am vergangenen Sonntag konnten Zuschauer eine letzte Vorführung in der Kulturwerkstatt Haus 10 miterleben.

Butoh-Tanz: Stefan Maria Marb

Mir war dieser Ausdruckstanz bis dahin völlig fremd und ich wusste nicht so recht, was mich erwartet. Am Ende der Performance, die zunächst in den Räumlichkeiten des Hauses begann und dann in der Amper endete, war ich überwältigt und sehr bewegt.

Die Anspannung und Intensität Marbs, der kongenial von dem Violoncellisten Jost H. Hecker begleitet wurde, war auch für die Zuschauer körperlich spürbar. Besonders beeindruckt war ich von der physischen Intensität dieses Tanzes, die einem den Eindruck vermittelte, der Geist des Künstlers verlasse seinen Körper. Auch die Einbindung der unmittelbaren Umgebung gehört beim Tanz dazu.

Butoh-Tanz: Stefan Maria Marb

Ich freue mich, dass mir Marb erlaubte, einige Fotos während der Aufführung zu machen. Ich hoffe sehr, dass ich mal wieder Gelegenheit bekomme, diesen Ausnahmekünstler zu sehen und zu fotografieren.

Website des Künstlers: http://www.butoh-marb.de/.

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