Ein Jahr Kunstprojekt “Magic Forest”

Eva Maria Kränzlei, Lutz Walczok, Brigitte Storch und Ute Richter beim ersten Treffen.
Eva Maria Kränzlei, Lutz Walczok, Brigitte Storch und Ute Richter beim ersten Treffen.


Vor einem Jahr haben wir, Angelika Brach (Malerei), Vera Greif (Foto- und Videokunst), Anna Kirsch (Fotokunst), Eva Maria Kränzlein (Malerei, Installationen), Daniel Mihaila (Video- und Medienkunst), Ute Richter (Bildhauerei), Brigitte Storch (Malerei & Installationen), Lutz Walczok (Malerei & Installationen), Irene Wührl-Petry (Malerei) sowie Rosa Zschau (Malerei & Grafik) das Projekt “Magic Forest” gestartet. Zeit für eine Rückschau.

Zum Start trafen sich Ende September 2017 alle Künstler, um über das Thema Wald zu diskutieren. Mit viel Disziplin und hochkonzentriert ging es zunächst um die Zielsetzung. Der Wald ist ein sehr umfangreiches Themengebiet, das man von unterschiedlichen Seiten beleuchten kann und es gab reichlich Diskussionen.

Klar war von Anfang an, dass wir unsere Ausstellung mit sehr unterschiedlichen, künstlerischen Mitteln gestalten wollen. Der ungewöhnliche und auch kritische Blick des Künstlers soll dem Besucher ermöglichen, das Thema neu zu reflektieren. Darin sehen wir bis heute unsere Aufgabe.

Klar war auch, das es sich bei “Magic Forest” um ein Gesamtkonzept handeln sollte und nicht um eine Ausstellung einzelner Werke.

Waldexkursionen im Herbst 2017

Hans-Jürgen Gulder führten uns im September 2017 durch den Wald am Parsberg.
Hans-Jürgen Gulder führten uns im September 2017 durch den Wald am Parsberg.

Um uns einen tieferen Blick in die Thematik zu verschaffen, nahmen wir Kontakt zu dem ehemaligen Fortsamtsleiter Hans-Jürgen Gulder auf. Wir trafen ihn im Wald in Germering am Parsberg, wo er uns mit vielen Informationen und Fachwissen durch das Areal führte. Ausführlicher Bericht unter https://www.magic-forest-art.de/fuehrung-durch-den-wald-mit-foerster-hans-juergen-gulder/.

Spaß im Stubachtal: Vera Greif, Irene Wührl-Petry, Rosa Zschau und Lutz Walczok.
 Spaß im Stubachtal: Vera Greif, Irene Wührl-Petry, Rosa Zschau und Lutz Walczok.

Im November lud uns Rosa Zschau gemeinsam mit ihrem Mann Werner in ihr kleines Häuschen im Stubachtal ein. Dort verbrachten wir zwei Tage und konnten die Waldlandschaft im Hochgebirge erleben.
Ausführlicher Bericht unter https://www.magic-forest-art.de/waldexkursion-im-stubachtal-uttendorf/.

Konzeptionsphase
Konzeptionsphase

Hoch motiviert machten wir auch in den folgenden Wochen und Monaten weiter. Alle Künstler setzten sich kritisch mit dem Thema auseinander und brachten ihre Ideen und Erfahrungen ein. Die Vielseitigkeit der Künstler und die unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten ergaben ein Potpourri, das aber auch Gesamtkunstwerk funktionieren sollte.

Imm November hatten wir einen gemeinsamen Konsens gefunden und konnten uns weiter mit der Ideengenerierung beschäftigen.

In der Zwischenzeit begann ich, Videos mit den einzelnen Künstlern zu drehen. In kurzen Portraits äußern sie sich über das Projekt und über ihre Arbeit.

Konzeptionsphase abgeschlossen

Angelika Brach, Irene Wührl-Petry, Lutz Walczok, Brigitte Storch und Eva Maria Kränzlein.
Angelika Brach, Irene Wührl-Petry, Lutz Walczok, Brigitte Storch und Eva Maria Kränzlein.

Bis zu unserem letzten Treffen 2017 hatten wir zahlreiche Recherchen durchgeführt, mit Experten gesprochen und viele Waldspaziergänge gemacht. Wir konnten nun die Konzeptionsphase unseres Projektes abschließen.

Jetzt ging es vor allem auch um die Machbarkeit und die finanziellen Möglichkeiten. Um so erfreulicher war es, dass wir in der Stadthalle Germering nicht nur einen Veranstalter, sondern auch einen starken Partner gefunden hatten, der uns bei der Umsetzung unserer Ideen unterstützt.

Kunstaktion “Sonnenrad”

2018 wollten wir mit unserem Projekt erstmals an die Öffentlichkeit gehen und arbeiteten an einer Kunstaktion im Wald. Geplant war eine Installation an der Kiefer am Parsberg in Germering. Das Waldstück gehört der Erzdiözese München und Freising. Die Kirche war begeistert von der Idee und unterstützte unser Vorhaben.

Das Sonnenrad an der Kiefer am Parsberg in Germering.
Das Sonnenrad an der Kiefer am Parsberg in Germering.

Im März, am Tag des Waldes, war es dann soweit: Nach wochenlanger Arbeit konnten wir das gelbe Sonnenrad aus Bambus-Strohbesen mit Unterstützung des städtischen Bauhofs in luftiger Höhe anbringen. Viele Besucher kamen, um sich die Aktion anzusehen. Mit dabei waren auch OB Andreas Haas und Pfarrer Christian Andreas Jaster, der tatkräftig beim Bemalen der Äste vor Ort mitwirkte. Auch die Presse war zahlreich erschienen und berichtete groß in ihren Zeitungen.
Video zur Kunstaktion am Tag des Waldes.

Pfarrer Christian Andreas Jaster half fleißig mit.

Raumplanung und Gestaltung

Blick auf den Plan: Anna Kirsch, Angelika Brach, Ute Richter, Rosa Zschau, Irene Wührl-Petry, Lutz Walczok, Brigitte Storch und Eva Maria Kränzlein.
Blick auf den Plan: Anna Kirsch, Angelika Brach, Ute Richter, Rosa Zschau, Irene Wührl-Petry, Lutz Walczok, Brigitte Storch und Eva Maria Kränzlein.

Bis zum Sommer arbeiteten wir dann schon an den einzelnen Kunstwerken, die wir – teils schon weit entwickelt, teils noch in der Entwurfsphase – uns dann gemeinsam bei unseren Treffen ansahen und darüber diskutierten.

Intensive Gespräche gibt es auch immer wieder über die Raumplanung, die ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit ist und inzwischen klare Formen annimmt.

Aktion “Der Wald schaut zurück”

Vorbereitungen für die Aktion "Der Wald schaut zurück": Brigitte Storch, Daniel Mihaila, Angelika Brach und Vera Greif.
Vorbereitungen für die Aktion “Der Wald schaut zurück”: Brigitte Storch, Daniel Mihaila, Angelika Brach und Vera Greif.

Bevor nun der Winter kommt und wir in die Schlussphase unseres Projektes gehen, möchten wir am 12. Oktober noch einmal eine Aktion im Wald veranstalten. Unter dem Titel “Der Wald schaut zurück” werden wir am 12. Oktober mit einer neuen Kunstaktion auf den Umgang mit dem Wald aufmerksam machen.

Nach unserem nächsten Treffen im November ist es dann nicht mehr weit bis zur Ausstellungseröffnung – es gibt noch jede Menge zu tun!

Danke für die Unterstützung

An dieser Stelle ein Dankeschön an:

  • die Stadthalle Germering (ohne sie ging es nicht), insbesondere Technikleiter Christian Jonczyk (für kreative Lösungen),
  • Hans-Jürgen Gulder (weil er immer einen guten Rat und überragendes Fachwissen hat),
  • die Erzdiözese München und Freising, Pfarrer Andreas Christian Jaster und Förster Martin Laußer (für die Erlaubnis und das Mitwirken bei der Kunstaktion “Sonnenrad”),
  • den städtischen Bauhof Germering (was hätten wir ohne euch gemacht?),
  • Jonny Freifeld (für die wunderbaren Drohnenaufnahmen),
  • Rosa und Werner Zschau (für die wunderbare Gastfreundschaft),
  • den Versuchsgarten Grafrath (weil sie schon vor Sonnenaufgang die Tore für uns geöffnet haben),
  • die Stadt Germering (für die Genehmigung der Aktion “Der Wald schaut zurück”) sowie an
  • Michael “Gene” Aichner (für die Hilfe bei Daniels Projektionsaufbau). 

    Und nicht zu vergessen ein Dank an unsere Fans und Wegbegleiter, die unsere Arbeit im Internet und in den sozialen Medien verfolgen.

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