Fotoarchiv aufräumen

Den Überblick im Fotoarchiv behalten

Ordnersystem in Windows
Fotos im Ordnersystem von Windows

Ein umfangreiches Fotoarchiv aufzuräumen hat viel Gemeinsamkeiten mit einem Umzug. Als ich letztes Jahr umgezogen bin, war ich wochenlang mit der Entsorgung und Sortierung sowie dem Verpacken, Umlagern und Einräumen aller Gegenstände, die ich mit in die neue Wohnung nehmen wollte, beschäftigt. Dabei stellte ich fest, dass ich etliche Dinge besitze, die ich überhaupt nicht brauche und auch jahrelang nicht mehr genutzt hatte.

Ich habe daraus gelernt: ich kaufe nur noch Dinge, die ich tatsächlich nur für meine Arbeit oder im Alltag benötige. Ich hebe nichts mehr auf. Wenn ich etwas sammle, dann nur noch aus einem bestimmten Grund, meistens für meine Arbeit. Und genauso sollte man auch mit seinem Fotoarchiv verfahren. Meines umfasst immerhin mehrere tausend Dateien, die zwar alle systematisch in digitalen Ordnern abgelegt sind, aber es werden auch immer mehr. Um den Überblick auch langfristig zu behalten, müssen weitere Maßnahmen ergriffen werden:

Löschen von Dateien

Bevor man eine Bilddatenbank anlegt, sollte man zunächst einmal eine gründliche Säuberung seiner Ordner und Dateien vornehmen. Löscht alle Duplikate, schlechten und unbrauchbaren Fotos sowie veralterte Bilder, die ihr sicher nicht mehr verwendet. Diese Maßnahme schafft bereits sehr viel mehr Übersicht im Fotoarchiv und darüber hinaus auch mehr Speicherplatz auf eurer Festplatte.

Software für die Bildverwaltung

Bildverwaltung mit ACDSee
Bildverwaltung mit ACDSee

Eine Software für die Bildverwaltung legt eine Datenbank für eure Bilder an. Eine Bilddatenbank ist eine Ansammlung von digitalen Assets, die sich aus vielen verschiedenen Arten von Dateien zusammensetzen. Man nennt so eine Bildbibliothek auch Digital Asset Management (DAM).

Einführung in den Verwaltungsmodus von ACDSee Photo Studio Professional 2019 (nur in Englisch):

Viele Fotobearbeitungsprogramme haben eine Bildverwaltung bereits integriert (z.B. Photoshop, Photoshop Elements und PaintShop Pro). Es gibt sehr umfangreiche Anwendungen für Profis, aber auch gute kostenlose oder günstige Programme, die hervorragende Dienste leisten. Das Magazin Chip hat eine Liste solcher Programme für den Download zusammengestellt. Ich selbst benutze ACDSee Photo Studio Professional 2019.

Album oder Katalog anlegen

Fotoarchiv aufräumen

In der Bilddatenbank könnt ihr nun zahlreiche Alben/Kataloge anlegen, ähnlich wie in einem Ordnersystem. In diese Alben werden dann die entsprechenden Bilder importiert. Darüber hinaus werden verschiedene Kategorien für die Fotos angelegt sowie Stichwörter, farbige Etiketten und Bewertungen vergeben.

Das hilft bei der späteren Suche nach einem Foto und man behält die Übersicht über hunderte oder gar tausende Dateien. Natürlich muss auch so eine Bilddatenbank regelmäßig gepflegt werden.

Metadaten

Viele Fotobearbeitungsprogramme als auch Bildverwaltungsprogramme zeigen sogenannte Metadaten an. Das sind Daten, die von der Kamera bei der Aufnahme gespeichert werden. So gibt die EXIF-Datei Auskunft darüber, welche Kamera und welches Objektiv benutzt wurde, welche Blende, ISO und Belichtungszeit eingestellt war und ob ein Blitz verwendet wurde.

Die Meta-Daten lassen sich auch über Eingaben noch erweitern: Titel, Überschrift, Bewertung, Autor, Copyright-Nachweis, Adresse und vieles mehr kann man noch zusätzlich eingeben. Wie viele Angaben man tatsächlich machen kann, hängt von der verwendeten Kamera als auch dem Verwaltungsprogramm ab.

Ordnung im Fotoarchiv muss sein

Ganz klar gehört die Pflege meines Foto-Archivs nicht zu meinen Lieblingsaufgaben. Es ist mühsam und sehr zeitintensiv. Dennoch ist diese Aufgabe eine Notwendigkeit, vor allem für Leute, die sehr viel fotografieren oder auch für Fotokünstler, die immer wieder eine Auswahl ihrer Bilder treffen müssen, zum Beispiel für Kataloge, Fotobücher oder Ausstellungen. Für Amateure und Hobbyfotografen empfiehlt es sich, ein Bildverwaltungsprogramm zu verwenden, das über die Verwaltung hinaus noch die Möglichkeit der Bearbeitung bietet.

Ich habe nach einer Woche alle Bilder katalogisiert, viele gelöscht und Kategorien angelegt. Jetzt muss ich „nur noch“ Stichwörter, Bewertungen etc. vergeben… das wird wohl noch eine Weile dauern. Was habe ich daraus gelernt? In Zukunft werde ich das regelmäßig machen, idealerweise nach jeder Fotosession. Ordnung muss sein 😉

 

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