Fotografieren im Winter

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Die richtige Kleidung

Vera Greif

Ich gehe fast täglich hinaus in die freie Natur, um zu fotografieren. Bei jedem Wetter. Damit das auch Spaß macht, sollte man die richtige Kleidung anhaben. Neben atmungsaktiver, winddichter und regenfester Bekleidung, sind Mütze und ein paar Spezialhandschuhe, extra für Fotografen, unerlässlich. Mit normalen Handschuhen kann man nämlich nur schlecht fotografieren und diese ständig an- und auszuziehen ist überaus lästig. Die Foto-Handschuhe dagegen sind Halbfingerhandschuhe mit zurückklappbaren Hauben für die Finger und den Daumen. Sobald man ein Foto machen möchte, kann man die Hauben zurückklappen, damit man seine Finger ungehindert einsetzen kann.

Nicht zuletzt ist das Schuhwerk wichtig, denn nasse und kalte Füße können einem schnell die Freude an dem Ausflug verderben. In der Regel reichen meine Trekking/Wanderschuhe aus, denn sie sind bequem, wasserdicht und für jeden Untergrund geeignet. Sollte ich aber mal richtig durch den Tiefschnee stapfen, steige ich auf gefütterte, hohe und wasserdichte Schuhe um.

Equipment schützen

Man sollte nicht nur sich selbst vor eindringender Nässe schützen, sondern auch sein Equipment. Immer mit dabei habe ich ein Mikrofasertuch, um die Linse zu reinigen. Für Kameras und Objekive gibt es außerdem einfache Duschhauben. Über dem Fotorucksack ist ebenfalls ein Regenschutz.

Denke auch immer an ausreichend Akkus, denn in der Kälte verlieren diese schneller an Leistung.

Belichtung & Farbe

Vorsicht bei der automatischen Belichtung! Schneebilder werden oft zu dunkel. Da die automatische Belichtungsmessung immer einen mittleren Wert bestimmt, ist der Schnee oft grau statt weiß. Verwende, falls vorhanden, das Live-Histogramm deiner Kamera, um eine Korrektur vorzunehmen. In der späteren Bildbearbeitung im Raw-Modus kannst du dann noch die Schatten aufhellen und die Detailzeichnung in den Lichtern optimieren.

Die Farbabstimmung mittels Weißabgleich ist gerade bei Winterbildern wichtig, weil Farbstiche im weißen Schnee besonders auffallen. Oft auch ist der Schnee in den hellen Partien des Motivs weiß, zeigt in den Schatten dagegen einen Blaustich.

Motive

Wald und Bäume gehören zu jeder Jahreszeit zu den schönsten Motiven. Bei Temperaturen unter Null Grad, wenn Reif, Schnee und Eis das Astwerk überziehen, sind Bäume magisch.

Frost und Eis können auch kleine Details in der Landschaft in etwas Zauberhaftes verwandeln. Aber auch schneebedeckte Bergwelten und endlose Weiten haben ihren besonderen Reiz.

Fotografieren im Winter

Ich mag minimalistische, abstrakte Bilder. Gerade im Winter, in Wasser, Schnee und Eis, bieten sich zahlreiche Motive an.

Fotografieren im Winter

Bei der Suche nach einem guten Motiv sollte man sich auch gut positionieren. Idealerweise hat man die Gegend schon einmal vorher erkundet und sich über in Frage kommende Aufnahmestandorte Gedanken gemacht.

Lichtstimmungen

Im Winter gibt es viele stimmungsvolle Lichtsituationen. Vom frühen Morgen bis zur blauen Stunde und in der Dämmerung hat das Licht seine besonderen Reize und ist eine Herausforderung für den Fotografen. Frost und Nebel sind am schönsten in den Morgenstunden.

Wenn Nebel oder Wolken gegen die Sonne kämpfen, entstehen einzigartige, geradezu mystische Lichtstimmungen. Dieses diffuse, weiche Licht mag ich besonders gerne.

Das richtig “schlechte” Wetter, wenn alles trüb und grau ist, eignet sich besonders gut für melancholische Bilder. Weniger Sättigung und geringere Kontraste ergeben ungewöhnliche Stimmungen. Wenn die Sonne scheint, sind die Kontraste sehr hart.

Grundsätzlich sollte man daran denken: es wird später hell und früher dunkel. Bereits am Nachmittag ist oft eine lange Belichtung oder ein hoher ISO-Wert notwendig. Das führt zu Unschärfe und Bildrauschen. Abhilfe schafft hier ein Stativ.

Macht euch auf in die traumhaft schöne Winterlandschaft – es lohnt sich!

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