Haikus – Wabi-Sabi in der Fotografie

Haiku ist eine traditionelle japanische Gedichtsform im Sinne des Wabi-Sabi-Konzepts (Konzept der Wahrnehmung von Schönheit).

Bedeutung von Wabi-Sabi

Haikus – Wabi-Sabi in der Fotografie

Ursprünglich bedeutet Wabi sich elend, einsam und verloren fühlen. Dies wandelte sich zur Freude an der Herbheit des Einsam-Stillen. Aber erst in der Verbindung mit Sabi, alt sein, Patina zeigen, über Reife verfügen, entstand die eigentlich nicht übersetzbare Begriffseinheit, die den Maßstab der japanischen Kunstbewertung bildet. Nicht die offenkundige Schönheit ist das Höchste, sondern die verhüllte, nicht der unmittelbare Glanz der Sonne, sondern der gebrochene des Mondes. Der bemooste Fels, das grasbewachsene Strohdach, die knorrige Kiefer, der leicht berostete Teekessel, das und Ähnliches sind die Symbole dieses Schönheitsideals. Es geht um die Hoheit, die sich in der Hülle des Unscheinbaren verbirgt, die herbe Schlichtheit, die dem Verstehenden doch alle Reize des Schönen offenbaren (Wilhelm Gundert).

In den Wäldern drüben,
tief unter der Last des Schnees,
ist letzte Nacht
ein Pflaumenzweig erblüht.

In diesem berühmten Vers liest der Verständige das Sabi und Wabi.

Quelle: Wikipedia

Bedeutung von Wabi-Sabi in der Fotografie

Haikus – Wabi-Sabi in der Fotografie

Wenn ich in den Wald gehe, tue ich das mit höchster Aufmerksamkeit. Alles andere um mich herum ist dann für mich ausgeschlossen. Es gibt keine Zeit, keine Gedanken, die mich ablenken. Ich nehme alles wahr und bin eins mit der Natur. Ich habe nicht die Idee im Kopf, das perfekte Foto zu schießen, sondern versuche eine Ästhetik der Unvollkommenheit einzufangen, die Natürlichkeit und Schönheit der Natur so zu fotografieren, wie sie mir in diesem Moment der Poesie erscheint.

Es kommt nicht so sehr auf Komposition, Schärfe und Technik an, sondern viel mehr um Intuition. Ein Gefühl für das große Ganze zu bekommen und darüber zu meditieren.

Haikus – Wabi-Sabi In Der Fotografie

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