Nachbearbeitung von Polaroids

Analog macht Spaß

Seit ich mich intensiv mit der Polaroid-Fotografie als auch mit der Lomografie beschäftige, fühle ich mich wieder in die Zeiten der Dunkelkammer zurück versetzt. Und ich liebe es. Nicht nur das Fotografieren mit einer 50 Jahre alten Kamera oder einer Plastiklinse macht richtig Spaß und stellt einen wieder vor ganz neue Herausforderungen.

Auch die Nachbearbeitung des Filmmaterials gefällt mir immer besser. Ich staune immer wieder, was dabei herauskommt und kann gar nicht mehr aufhören, zu experimentieren. Außerdem kann ich auf diese Weise die recht kostspieligen Bilder, die aus meiner Sicht nichts geworden sind, alle verarbeiten und neue Kunstwerke schaffen.

Neben den Fotoserien „Am See“ (Polaroid) und „Im Garten“ (Lomografie) widme ich mich immer intensiver der Materialbearbeitung.

Begonnen habe ich ja bereits vor Monaten mit dem Einlegen von Polaroids in ein Bleiche/Wasserbad. Daraus entstand die Serie „Polaroid Secrets“, die auch bereits in einer Ausstellung gezeigt wurde.

Diapositive bearbeiten

Weiter ging es mit der Erstellung von Dia-Positiven im Dry Lift-Verfahren. Mit dem Dia-Positiv habe ich dann weiter experimentiert. Ich habe sie in den Ofen geschoben, angezündet und geknetet.

Polaroid mit Feuer bearbeitet
Polaroid mit Feuer bearbeitet

Die besten Ergebnisse habe ich bisher mit mit dem Einlegen in siedend heißes Wasser gemacht. Das Dia-Positiv bleibt solange im Wasserbad,  bis sich der weiße Entwickler auf dem Bild verflüssigt. Anschließend habe ich das Bild auf Papier übertragen und dann mit Fingern und Pinsel weiter bearbeitet. Diese Verfremdungen der Motive gefallen mir sehr gut.

Polaroid Diapositiv

Negative bearbeiten

Auch ein Polaroid-Negativ lässt sich weiter verwerten. In diesem Fall (Bild unten) scanne ich das Negativ lediglich ein und nehme dann eine Tonwertkorrektur im Bildbearbeitungsprogramm vor. Entstanden sind malerische, abstrakte Bilder, die aufgrund der Zusammensetzung der Chemie meist einen bläulichen Hintergrund haben.

Polaroid Negativ

Wenn man ein Negativ in Bleiche einlegt, entstehen daraus wieder ganz andere Bilder. Zunächst habe ich die weißen Chemie-Reste vom Negativ entfernt. Anschließend kam das Bild in ein Bleichebad. Das Fixieren des Negativs erfolgte dann durch gründliches Abspülen in klarem Wasser. Danach folgten noch weitere Bleichvorgänge, damit das Negativ kontrastreicher wird. Dabei nimmt es eine ganz eigene Farbe an. Zum Schluss habe ich die Negative eingescannt und mit einigen Bildern noch weiter in einem Bildbearbeitungsprogramm experimentiert.

Polaroid-Negativ, gebleicht
Polaroid-Negativ, gebleicht

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